Kinderbetreuungsgeld

Kinderbetreuungsgeld:

Der Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld besteht grundsätzlich ab Geburt des Kindes. Im Falle eines Wochengeld-Anspruches ruht das Kinderbetreuungsgeld bis zum Ende des Bezuges des Wochengeldes.

Achtung: Änderungen beim Kinderbetreuungsgeld ab 1.3.2017! 
Das Kindergeldkonto kommt und damit verbunden soll es auch zu „mehr Flexibilität, Fairness und Partnerschaftlichkeit für die frischgebackenen Mütter und Väter“ kommen. Nähere Informationen dazu findest du online via: http://www.bmfj.gv.at/ministerin/Aktuelles/Themen/Kindergeldkonto-Neu.html

Wer hat Anspruch?

Du hast unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf das Kinderbetreuungsgeld:

  • Bezug von Familienbeihilfe für das Kind
  • Lebensmittelpunkt von antragstellendem Elternteil und Kind in Österreich
  • Gemeinsamer Haushalt in Österreich (idente Hauptwohnsitzmeldung)
  • Durchführung der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen
  • Einhaltung der Zuverdienstgrenzen
  • Nicht-ÖsterreicherInnen müssen zusätzlich einen rechtmäßigen Aufenthalt in Österreich nachweisen
  • Eltern, denen Asyl gewährt wurde, haben ebenso Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld, subsidiär Schutzberechtigte nur dann, wenn sie keine Leistungen aus der Grundversorgung beziehen und selbstständig oder unselbstständig erwerbstätig sind.
Die Varianten

Insgesamt stehen fünf Varianten zur Verfügung. Die ersten vier Varianten stehen den Eltern unabhängig von einer vor der Geburt ausgeübten Erwerbstätigkeit zu. Die 5., einkommensabhängige Variante bietet Eltern, die gut verdienen und sich nur kurz aus dem Erwerbsleben zurückziehen wollen, eine Art Einkommensersatz in Anlehnung an ihre vorherige Beschäftigung. Achtung: anders als bei den ersten vier Varianten ist bei der einkommensabhängigen Variante eine sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit in den 6 Monaten vor der Geburt nötig.

Zuverdienstgrenze

Wählst du eine der 4 Varianten, darfst du 16.200 EUR pro Kalenderjahr dazuverdienen. Einberechnet werden Einkünfte aus selbstständiger und unselbstständiger Arbeit sowie Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft. Auch Einkommen aus geringfügiger Beschäftigung sind einzuberechnen sowie Pensionen, Arbeitslosengeld, Notstandshilfe oder Einkünfte eines aufrechten Dienstverhältnisses. Steuerfreie Einkünfte zählen nicht zum Zuverdienst, das sind z.B. Alimente, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Wochengeld, 13. und 14. Gehalt, Pflegegeld oder die Studienbeihilfe.

Bei den Pauschalvarianten gibt es aber auch die Möglichkeit einer individuellen Zuverdienstgrenze, die dann interessant ist, wenn du vor der Geburt über höhere Einkünfte verfügt hast.

Beim einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeld darfst du 6.400 EUR pro Kalenderjahr dazu verdienen.

Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld

Eltern mit geringem Einkommen können eine Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld in der Höhe von 6,06 EUR pro Tag beantragen. Anspruchsberechtigt sind Alleinerziehende, die Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben und nicht mehr als 6.400 EUR im Kalenderjahr verdienen sowie Elternteile, die in Ehe bzw. Lebensgemeinschaft leben, wobei der beziehende Elternteil nicht mehr als 6.400 EUR sowie der zweite Elternteil bzw. der/die Partner/in nicht mehr als 16.200 EUR im Kalenderjahr verdienen darf.

Die Beihilfe gebührt höchstens für 12 Monate ab Antragstellung und ist unabhängig von der gewählten Pauschalvariante.

Wird die Zuverdienstgrenze um nicht mehr als 15 Prozent überschritten, so verringert sich die Beihilfe im betreffenden Kalenderjahr um den Überschreitungsbetrag. Wird sie mehr als 15 Prozent überschritten muss die gesamte Beihilfe in dem betreffenden Kalenderjahr an die Krankenkasse zurückgezahlt werden. Diese Regel gilt sowohl für Alleinerziehende als auch für Paare. Die Rückforderung durch die Krankenkasse kann sich nicht nur gegen den Elternteil richten, der die Beihilfe bezieht sondern auch gegen den anderen Elternteil oder gegen den/ die Partner/in.

Genauer Infos zu den Varianten des Kinderbetreuungsgeldes sowie der Zuverdienstgrenzen findest du in der Broschüre im Anhang.