Die eigene Familienbeihilfe

Die eigene Familienbeihilfe

Für Studierende, die während ihres Anspruchs auf Familienbeihilfe ein Kind bekommen, gibt es einige Sonderregelungen:

Verlängerung des Nachweiszeitraums:

Grundsätzlich musst du dem Finanzamt nach dem 2. Semester 16 ECTS-Punkte bzw. 8 Semesterwochenstunden nachweisen, damit du weiterhin Anspruch auf Familienbeihilfe hast. Zeiten des Mutterschutzes (8 Wochen vor und 8/12 Wochen nach der Geburt) sowie Zeiten der Pflege und Erziehung eines eigenen Kindes bis zum 2. Geburtstag hemmen den Ablauf des Nachweiszeitraums. Das heißt, dass der Leistungsnachweis erst ein Semester später vorgelegt werden kann.

Verlängerung der Anspruchsdauer

Mutterschutz und Zeiten der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zum 2. Geburtstag hemmen den Ablauf der vorgesehenen Studienzeit. Die Semester bis zum 2. Geburtstag des Kindes werden also nicht mitgezählt. Mit dem Semester, das dem 2. Geburtstag des Kindes folgt, geht die Semesterzählung weiter. Während der Zeit der Hemmung der Studiendauer muss eine Zulassung oder eine Meldung zur Fortsetzung des Studiums vorliegen.

Achtung: Eine Verlängerung der Anspruchsdauer ist nur dann möglich, soweit die Zeiten des Mutterschutzes oder der Pflege und Erziehung eines Kindes in die Anspruchsdauer fallen.

Teilung zwischen Mutter und Vater

Die Verlängerung der Anspruchsdauer als auch des Nachweiszeitraumes kann zwischen der leiblichen Mutter und dem leiblichen Vater geteilt werden (z.B. 2 Semester für die Mutter und 2 Semester für den Vater). Der Wechsel in der Pflege und Erziehung muss jedoch am Beginn oder am Ende eines Semesters erfolgen.

Studienwechsel

Fällt die überwiegende Zeit eines Semesters in eine Zeit des Mutterschutzes oder der Pflege und Erziehung des Kindes bis zum 2. Geburtstag oder treten während der Schwangerschaft Komplikationen auf, so wird dieses Semester bei einem Studienwechsel nicht in die Studienzeit miteinberechnet.

Erhöhung der Altersgrenze

Die Altersgrenze erhöht sich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn zum Zeitpunkt des 24. Lebensjahres eine Schwangerschaft besteht oder eine Studentin ein Kind geboren hat. Die Familienbeihilfe kann jedoch nur bis zum 25. Lebensjahr ausbezahlt werden, wenn sich die Studierende noch in der vorgesehen Studienzeit (plus verlängerter Anspruchsdauer) befindet.

Achtung: Für männliche Studierende ist eine Erhöhung der Altersgrenze wegen Vaterschaft nicht vorgesehen.

Einkommensgrenze

Der Anspruch auf Familienbeihilfe wird durch bestimmte Einkünfte der Studierenden nicht ausgeschlossen, z.B. Studienbeihilfe, Wochengeld sowie Kinderbetreuungsgeld. Außerdem dürfen jährlich 10.000 EUR an versteuertem Einkommen dazuverdient werden. Diese Einkommensgrenze gilt auch für Studierende mit Kind.